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 Allgemeine Informationen über den BKR

Der Bund Katholischer Rechtsanwälte (BKR) wurde im Jahr 1998 von Rechtsanwälten des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS, dem ältesten katholischen Akademikerverband Deutschlands, gegründet. Er besteht in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit über 160 Mitgliedern.
Die ursprüngliche Idee der Korrespondenzanwaltsgemeinschaft zur gegenseitigen Wahrnehmung auswärtiger Gerichtstermine wurde bald erweitert, um ein noch engeres Netzwerk zu knüpfen: Preisgünstige Fortbildungsveranstaltungen, kollegialer Erfahrungsaustausch und die Bildung von mandatsbezogenen Beraterteams nehmen inzwischen einen breiteren Raum ein.
Im BKR sind vorwiegend kleine bis mittelgroße Kanzleien vertreten, in denen die persönliche Betreuung des Mandanten einen hohen Stellenwert hat. Der Anspruch, dem Mandanten eine professionelle Dienstleistung zu liefern, wird durch die Einbindung in das Netzwerk wirksam unterstützt. So kann der Auftraggeber sicher sein, dass z.B. sein Kölner Anwalt für einen Gerichtstermin in München einen Kollegen vor Ort beauftragt, der den Fall wie einen eigenen vertritt.
Neben dem Dienst am Mandanten steht der BKR insbesondere im katholischen Bereich als Ansprechpartner für rechtliche Themen zur Verfügung. Neben der Vermittlung von Referenten für Vorträge und Seminare veranstaltet der BKR auch eigene Informationsveranstaltungen. So wurde zuletzt zum Thema “Nachfolge im Familienunternehmen” eine Veranstaltungsreihe gemeinsam mit dem Bund Katholischer Unternehmer (BKU) erfolgreich angeboten.
Der BKR will darüber hinaus auch als überparteilicher Verband durch öffentliche Stellungnahmen und Diskussionen christlichen Werten Geltung verschaffen.
Außer Rechtsanwälten steht die Mitgliedschaft auch Angehörigen anderer rechtsberatender Berufe offen, z.B. Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Von den Mitgliedern wird Engagement in katholischen Laienverbänden erwartet. Für Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen, die die Aufnahme in den BKR beantragen, ist daher die Mitgliedschaft in einem katholischen Akademikerverband zwingende Voraussetzung.


 Andere über uns

“Ich finde es einfach gut, wenn Bundes- und Farbenbrüder vernetzt arbeiten. Es kommt immer wieder darauf an, die Grundoptionen des Evangeliums in unserer alltäglichen Arbeit zu bezeugen, durch Kompetenz in der Sache, den Geist der Nächstenliebe und das Engagement für die Gerechtigkeit, So wünsche ich dem Bund Katholischer Rechtsanwälte Gottes reichen Segen.”
Prof. Dr. Reinhard Marx, Bischof von Trier


“Wenn Katholiken Netzwerke bilden und Profil zeigen, dann freut das alle, die davon überzeugt sind, dass Christsein nicht nur eine Privatangelegenheit ist. Ich hoffe, dass der Bund Katholischer Rechtsanwälte großen Zuspruch findet und danke allen Mitstreitern für ihr Engagement.”
Prof. Dr. Bernhard Vogel, Ministerpräsident a.D.


“Sie haben bewußt für Ihre Anwaltsgemeinschaft den Titel Katholische Rechtsanwälte gewählt. Ich begrüße diese Entscheidung sehr. Dadurch wird nicht nur eine Herkunftsbezeichnung (wie auf dem Etikett eines guten Weines) gegeben, vielmehr wird daraus resultierend auch ein Anspruch an das eigene Selbstverständnis und ein Rahmen für die Tätigkeit formuliert. Das christliche Menschenbild darf unserer Gesellschaft nicht abhanden kommen. Menschenrechte und Menschenwürde drohen sonst im allgemeinen Verzweckungsmechanismus bestimmter Interessen als sekundär betrachtet zu werden. Es braucht an allen Stellen des gesellschaftlichen Leben, besonders auch in den sensiblen Bereichen der Rechtsauffassung und der Rechtsprechung , Menschen, die sich dieser Verantwortung bewußt sind.”
Leo Nowak, Bischof von Magdeburg


Speziell zum Projekt “Unternehmensnachfolge im mittelständischen Familienbetrieb” “Das Problem der Unternehmensnachfolge in mittelständischen Familienbetrieben spielt in der öffentlichen Diskussion keine Rolle, gleichwohl ist es bedeutsam für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn alleine die ungeklärte Frage des Betriebsüberganges zu Arbeitsplatzverlusten führt wird deutlich, welch herausragende gesellschaftliche Bedeutung dieses Thema hat. Insofern unterstützen wir das Ansinnen und konkrete Projekt, mit dem auch deutlich wird die zunehmende gegenseitige Abhängigkeit und das Aufeinander angewiesen sein von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Konfrontationsdenken zwischen Kapital und Arbeit muss ebenso der Vergangenheit angehören wie die Subventionswirtschaft und populistisch ausgerichteten Unterstützungsleistungen für ausschließlich in Schwierigkeiten geratener Konzerne aus rein politischen Populismusdenken. Dagegen setzt dieses Projekt auf Eigeninitiative, Selbsthilfe und den Familienbetrieb. Dies kann von uns inhaltlich unterstützt werden aufgrund gleicher Grundüberzeugung und daher beteiligen wir uns an diesem Projekt. Diese Initiative dokumentiert und betont auch die Notwendigkeit eigenverantwortlichen Denkens und Handelns. Ein Leitbild, das in unserer Gesellschaft seine ehedem selbstverständliche Bedeutung leider verloren hat.”
Victor Feiler, Referatsleiter Gesellschaft/Gesellschaftspolitik, Kolpingwerk Deutschland


„Die Sorgen, Chancen und den großen Wettbewerbsdruck der jungen Anwalts- und Wirtschaftsprüferkanzleien kenne ich sehr genau, nicht zuletzt aus meiner nun 10-jährigen europäischen Arbeit. Trotzdem, die Chancen für gute, zupackende, junge Anwälte waren noch nie so groß in den letzten zwei Jahrzehnten wie jetzt, gerade auch in unserem Großraum Frankfurt am Main. Daher wünsche ich Ihnen viel Fortüne und gute Kameradschaft in Ihrer Anwaltsgemeinschaft, dann wird der Erfolg nicht ausbleiben. Dank auch für das beigefügte Heft 4/unitas, das ich mit Interesse gelesen habe.“
Dr.Göke Frerichs, Europäische Gemeinschaften, Wirtschafts- und Sozialausschuß, Brüssel/Königstein


„Im Wettbewerb der Anwälte wird das von Ihnen angestrebte Netzwerk Marktanteile sichern und Ihnen neue erschließen. Gegenüber den Großkanzleien haben die Mitglieder des Bundes Katholischer Rechtsanwälte den großen Vorteil, ihre Selbständigkeit zu bewahren und eine bessere Nähe auf Grund ihrer Standortbreite gerade zu mittelständischen Mandanten zu gewährleisten.“
Geschäftsführer Verband der Bauindustrie Nordbaden Thomas Möller, Mannheim


“Christliche Werteorientierung verleiht Sicherheit. Nicht nur für sich selbst. Gerade im beruflichen Umfeld, insbesondere bei der Beratung und Vertretung von Mandanten verpflichtet christliche Verantwortung zu menschenwürdigem Umgang und schützt vor Mißbräuchen. Das Bekenntnis zum Bund Katholischer Rechtsanwälte bietet den Mandanten eine wichtige Orientierungshilfe. Die Funktion des Bundes Katholischer Rechtsanwälte kann besonders in einer Zeit, in der die Bindung an religiöse Werte häufig unpopulär ist, nicht hoch genug eingeschätzt werden.”
Dr.jur. Constantin H.Alsheimer, Leiter des Büros des Stadtkämmerers der Stadt Frankfurt am Main